Luzerner Sinfonieorchester | Pilatusstrasse 18 | CH-6003 Luzern | T +41(0)41 226 05 10 | F +41(0)41 226 05 20 | lso@sinfonieorchester.ch
Chefdirigent: James Gaffigan
206. Saison 2011/12
Das Luzerner Sinfonieorchester (LSO) ist das Residenzorchester im KKL Luzern. Als ältestes sinfonisch besetztes Orchester der Schweiz hat das LSO weit über seine Luzerner Heimat hinaus eine internationale Ausstrahlung erlangt. Stark verankert in der weltweit bedeutenden Musikstadt Luzern, bietet es mehrere Sinfoniezyklen an. Als Partnerorchester des Luzerner Theaters begleitet es zudem dessen Musiktheaterproduktionen. Namhafte Dirigenten wissen das spezifische Potenzial des mittelgrossen und weltoffenen Orchesters zu nutzen und prägen es durch ihre künstlerischen Persönlichkeiten. Zu ihnen gehörten in der jüngeren Vergangenheit John Axelrod, Christian Arming, Jonathan Nott, Olaf Henzold und Marcello Viotti.
Gegründet wurde das Luzerner Sinfonieorchester im Jahr 1806. In seiner 200-jährigen Geschichte wurde es zu einem wesentlichen Faktor für Luzerns Renommee als Musikstadt. Das LSO versteht es, die Spielräume zwischen Tradition und Innovation kreativ und überzeugend zu nutzen. Dem klassisch-romantischen Repertoire widmet es sich mit wacher Neugier: Die Fokussierung auf einzelne Komponisten lässt Zyklen entstehen, die das Verständnis für ihre Musik vertiefen, der Blick auf Repertoire-Raritäten erweitert den Horizont massgeblich. Innerhalb der Programme ist dem Publikum auch die Pflege zeitgenössischer Musik längst selbstverständlich geworden. Das LSO fördert zeitgenössische Musik. Es vergab jüngst Kompositionsaufträge an Sofia Gubaidulina, Rodion Shchedrin, Benjamin Yusupov, Fazil Say, David Philip Hefti, Kenji Sakai und Pascal Dusapin. In der Saison 2011/12 stehen Uraufführungen
sinfonischer Werke von Wolfgang Rihm an.
In den Konzerten des LSO treten renommierte Solisten auf, etwa Arabella Steinbacher, Vadim Gluzman, Julia Fischer, Hilary Hahn, Patricia Kopatchinskaja, Gidon Kremer, Julian Rachlin, Vadim Repin, Martha Argerich, Nicholas Angelich, Lang Lang, Fazil Say, Mischa Maisky, Truls Mørk, das Arditti Quartett und das Beaux Arts Trio.
Führende Dirigentenpersönlichkeiten wie Michael Gielen, Neeme Järvi, Sir Neville Marriner, Leonard Slatkin, Matthias Bamert, Andrey Boreyko, Kristjan Järvi, Peter Eötvös, Andris Nelsons, Vasily Petrenko und Tugan Sokhiev werden an das Pult des LSO eingeladen. Seit vielen Jahren gastiert auch der ehemalige Chefdirigent Jonathan Nott jährlich beim LSO: In der Saison 2007/08 lancierten Jonathan Nott und das LSO ein mehrjähriges Projekt unter dem Titel «Beyond the horizon – Project JN».
Gastspiele führten das LSO in jüngster Zeit in das Théâtre des Champs-Élysées in Paris, in die Laeiszhalle in Hamburg, ins Lingotto Turin, ins Festspielhaus Baden-Baden, an das Merano Festival sowie in die Londoner Barbican Hall. Im Juni 2011 gastierte das LSO während zweier Wochen in den bedeutendsten Konzertsälen Chinas. Dies war bereits der zweite Besuch in Asien nach einer dreiwöchigen Japantournee im Jahr 2008. In der Saison 2011/12 stehen weitere Debüts in europäischen Musikzentren an, u.a. in St. Petersburg, eine Ersteinladung an das Festival «Les Nuits Romantiques» in Aix-les-Bains sowie eine Spanientournee. Bereits zum sechsten Mal kehrt das LSO in die Mailänder Sala Verdi zurück.
Das internationale Profil weckt auch das Interesse des CD- & DVD-Markts: Für das deutsche Label Accentus Music wurde eine DVD mit Werken von Shchedrin, Dvorˇa´k, Franck und Shostakovich aufgezeichnet, für das englische CD-Label Nimbus Records hat das LSO drei CDs mit Werken von Schreker und anderen eingespielt, für das österreichische Label Kairos Werke von Wolfgang Rihm, für Naïve Classique das Violinkonzert von Fazil Say, für Sony Classical Werke von Chopin und Grieg und für BIS Records ein Album mit Werken von Sofia Gubaidulina.
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