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Designierter Chefdirigent: James Gaffigan
205. Saison 2010/11
Das Luzerner Sinfonieorchester (LSO) ist das Residenzorchester im KKL Luzern. Als ältestes sinfonisch besetztes Orchester der Schweiz hat das LSO weit über seine Luzerner Heimat eine internationale Ausstrahlung erlangt. Stark verankert in der weltweit bedeutenden Musikstadt Luzern, bietet es mehrere Sinfoniezyklen an. Als Partnerorchester des Luzerner Theaters begleitet es zudem dessen Musiktheaterproduktionen. Namhafte Dirigenten wissen das spezifische Potenzial des mittelgrossen und weltoffenen Orchesters zu nutzen und prägen es durch ihre künstlerischen Persönlichkeiten. Zu ihnen gehörten in der jüngeren Vergangenheit John Axelrod, Christian Arming, Jonathan Nott, Olaf Henzold und Marcello Viotti.
Ab der Saison 2011/12 wird James Gaffigan die Position als Chefdirigent des LSO antreten.
Gegründet wurde das Luzerner Sinfonieorchester im Jahr 1806. In seiner 200-jährigen Geschichte wurde es zu einem wesentlichen Faktor für Luzerns Renommee als Musikstadt. Das LSO versteht es, die Spielräume zwischen Tradition und Innovation kreativ und überzeugend zu nutzen. Dem klassisch-romantischen Repertoire widmet es sich mit wacher
Neugier: Die Fokussierung auf einzelne Komponisten lässt Zyklen entstehen und vertieft das Verständnis ihrer Musik, der Blick auf Repertoire-Raritäten erweitert den Horizont massgeblich. Innerhalb der Programme ist dem Publikum auch die Pflege zeitgenössischer Musik längst selbstverständlich geworden. Das LSO fördert zeitgenössische
Musik. Es vergab jüngst Kompositionsaufträge an Sofia Gubaidulina, Benjamin Yusupov, Fazil Say, David Philip Hefti und Pascal Dusapin. In der Saison 2010/11 stehen Uraufführungen an mit sinfonischen Werken von Wolfgang Rihm und einem Doppelkonzert von Rodion Shchedrin für Martha Argerich und Mischa Maisky.
In den Konzerten des LSO treten renommierte Solisten auf wie Julia Fischer, Hilary Hahn, Patricia Kopatchinskaja, Gidon Kremer, Julian Rachlin, Vadim Repin, Martha Argerich, Nicholas Angelich, Lang Lang, Fazil Say, Mischa Maisky, Truls Mørk, das Arditti Quartett und das Beaux Arts Trio.
Führende Dirigentenpersönlichkeiten wie Michael Gielen, Neeme Järvi, Sir Neville Marriner, Leonard Slatkin, Matthias Bamert, Andrey Boreyko, Kristjan Järvi, Peter Eötvös, Andris Nelsons, Vasily Petrenko und Tugan Sokhiev werden an das Pult des LSO eingeladen. Seit vielen Jahren gastiert auch der ehemalige Chefdirigent Jonathan Nott jährlich beim LSO: In der Saison 2007/08 lancierten Jonathan Nott und das LSO ein mehrjähriges Projekt unter dem Titel «Beyond the horizon – Project JN».
Gastspiele führten das LSO in jüngster Zeit in das Théâtre des ChampsÉlysées in Paris, in die Laeiszhalle in Hamburg sowie in die Londoner Barbican Hall. Erstmals in der Geschichte des Orchesters ging das LSO
im Sommer 2008 auf eine Japantournee und gab – neben zehn anderen Konzerten – sein Debüt in der Suntory Hall. In der Saison 2010/11 stehen weitere Debüts in europäischen Musikzentren an, u.a. im Lingotto Turin, dem Festspielhaus Baden-Baden, dem Koningin Elisabethzaal Antwerpen sowie eine Ersteinladung an das Merano Festival. Bereits zum fünften Mal kehrt das LSO in die Mailänder Sala Verdi zurück. Krönender Abschluss der Saison 2010/11 bildet eine Tournee nach China und Japan.
Das internationale Profil weckt auch das Interesse des CD-Markts: Für das englische Label Nimbus Records hat das LSO drei CDs mit Werken von u.a. Schreker eingespielt, für das österreichische Label Kairos Werke von Wolfgang Rihm, für Naïve Classique das Violinkonzert von Fazil Say, für Sony Classical Werke von Chopin und Grieg und für BIS Records ein Album mit Werken von Sofia Gubaidulina.
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