Grosse Werke aus Finnland und Russland | Luzerner Sinfonieorchester

Dmitri Schostakowitsch (1906 – 1975)
Scherzo fis-Moll op. 1 (1919)

Sergei Prokofjew (1891 – 1953)
Orchestersuite op. 33a aus der Oper «Die Liebe zu den drei Orangen»

Jean Sibelius (1865 – 1957)
Konzert für Violine und Orchester d-Moll op. 47

Dmitri Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 6 h-moll op. 54

Sibelius und Mullova – das ist eine einzigartige Erfolgsstory, die nun seit bald einmal vier Jahrzehnten anhält. Denn mit dem Violinkonzert von Jean Sibelius gewann Viktoria Mullova einst den renommierten Sibelius-Wettbewerb in Helsinki. Seither, so ist man versucht zu sagen, ist es «ihr» Konzert, gehört es zu ihr wie sonst kaum ein Werk aus dem grossen Geigenrepertoire. Als «Jeanne dʼArc des Geigenspiels» wurde sie gefeiert – als eine Künstlerin, die für ihre Sache kämpft, um der Wahrheit der Musik auf den Grund zu kommen. Das sind ideale Voraussetzungen für Sibeliusʼ Musik, der nichts so sehr schadet wie aufgesetztes Pathos und klanglicher Plüsch. Wenn Mullova Sibelius spielt, scheint es, als würde sie kaltes, aber gleissendes Morgenlicht über die Musik fluten lassen. Radikal intensiv und künstlerisch ungemein beeindruckend. Ebenso intensiv und tief emotional ist der episch breite, langsame Satz aus Schostakowitschs sechster Sinfonie, der – völlig ungewohnt – das Werk eröffnet: resignative Trauermusik. Dem steht eine virtuos inszenierte Pseudofröhlichkeit nicht nur im kurzen Scherzo, sondern vor allem im optimistisch klingenden Finale entgegen: doppelt zweideutige Musik.

Preise
Kategorie 1 – CHF 135
Kategorie 2 – CHF 105
Kategorie 3 – CHF 75
Kategorie 4 – CHF 50
Kategorie 5 – CHF 25
Saalplan (PDF)

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