Debüt beim Luzerner Sinfonieorchester: 13. Februar 2019

Nicola Bendetti ist bei den grossen, internationalen Orchestern und Dirigenten gleichermassen gefragt. Mit ihrer facettenreichen, aussergewöhnlichen Karriere und ihren TV-Auftritten zieht sie weltweit mediales Interesse auf sich. Die Schottin mit italienischen Wurzeln erhielt bereits im Alter von fünf Jahren ihren ersten Geigenunterricht.

Nicola Benedetti wurde 1997 an der Yehudi Menuhin School aufgenommen, wo sie von Natascha Bojarskaja unterrichtet wurde. Im Anschluss setzte sie ihre Studien bei Maciej Rakowski in London und später bei Pavel Vernikov in Wien fort. Seit der Saison 2015/16 ist Nicola Benedetti Künstlerin in der Reihe «Junge Wilde» des Konzerthauses Dortmund.

Zu den Dirigenten, mit denen Nicola Benedetti bereits zusammengearbeitet hat zählen Vladimir Ashkenazy, Jiří Bělohlávek, Stéphane Denève, Christoph Eschenbach, James Gaffigan, Hans Graf, Valery Gergiev, Alan Gilbert, Jakub Hrůsa, Kirill Karabits, Louis Langrée, Andrew Litton, Kristjan Järvi, Neeme Järvi, Paavo Järvi, Vladimir Jurowski, Cristian Macelaru, Andrea Marcon, Sir Neville Marriner, Diego Matheuz, Peter Oundjian, Vasily Petrenko, Donald Runnicles, Thomas Søndergård, Yan Pascal Tortelier, Krzysztof Urbański, Juraj Valcua, Pinchas Zukerman und Jaap van Zweden. Sie arbeitet mit den besten Orchestern der Welt zusammen (z.B. London Symphony Orchestra, London Philharmonic Orchestra, New York Philharmonic, National Symphony Orchestra of Washington D.C., Orchestra of the Mariinsky Theatre, Gewandhausorchester Leipzig, hr-Sinfonieorchester, Camerata Salzburg, Tschechische Philharmonie, Danish National Symphony Orchestra, Los Angeles Philharmonic, San Francisco Symphony). Mit dem Chicago Symphony trat sie im Rahmen des Ravinia Festivals auf.

Zusammen mit ihrem Duopartner, dem Pianisten Alexei Grynyuk, konzertiert sie regelmässig weltweit in den führenden Konzerthäusern und bei Festivals. Zuletzt war sie zu Gast in der Royal Albert Hall, der Wigmore Hall, dem Concertgebouw Amsterdam, in den grossen Konzertsälen in Utrecht, Rom, Kopenhagen, Dortmund, Ludwigshafen, Bielefeld sowie Kiel. Nicola Benedetti ist eine bekennende Kammermusikerin und tritt zusammen mit dem Pianisten Alexei Grynyuk und dem Cellisten Leonard Elschenbroich seit 2008 im Trio auf.

Nicola Bendetti engagiert sich sehr für die musikalische Bildung und die Förderung junger Talente. So hat sie in der Vergangenheit Kooperationen mit Schulen, Musikhochschulen und Kommunalbehörden aufgebaut. 2010 wurde sie von der Wohltätigkeitsorganisation Sistema Scotland zur «Big Sister» für das Big Noise Project ernannt, ein Projekt, das in Zusammenarbeit mit der venezolanischen El Sistema (Fundación Musical Simón Bolívar) entstanden ist. Als Vorstandsmitglied und Dozentin nutzt Nicola Benedetti ihre Position, um in Schulen und bei Meisterklassen ihre musikalische Botschaft zu überbringen, nicht nur in Schottland, sondern überall auf der Welt. Darüber hinaus etablierte Nicola Benedetti ihr eigenes Ausbildungs- und Förderungsprogramm: «The Benedetti Sessions». Hunderte junger, talentierter Streicher erhielten bereits die Möglichkeit, zu proben, an Meisterklassen teilzunehmen oder mit ihr in einem Konzert aufzutreten. Mit «The Benedetti Sessions» war sie bereits in der Royal Albert Hall, beim Cheltenham Festival und in der Royal Concert Hall Glasgow zu Gast. Sie beabsichtigt, dieses Programm weltweit fortzuführen.

Die Exklusivkünstlerin von DECCA (Universal Music) wurde 2012 und 2013 als beste weibliche Künstlerin der Classical BRIT Awards ausgezeichnet. Ihre jüngsten CD-Einspielungen mit den Violinkonzerten von Schostakowitsch und Glazunov wurden von Kritikern hoch gelobt. So schreibt Richard Morrison von der «Times»: «Diese mitreissende Aufnahme von Schostakowitschs erstem Violinkonzert ist die beste Aufnahme, die Nicola Benedetti je gemacht hat.» Ihre letzten sieben CD-Aufnahmen, die bei Universal/Deutsche Grammophon erschienen sind, umfassen so unterschiedliche Werke wie Szymanowskis Concerto (London Symphony Orchestra/Daniel Harding) bis «Homecoming – A Scottish Fantasy», mit der es Nicola Benedetti als erste britische Solo-Violinistin seit den 1990-Jahren in die Top 20 der Britischen Hitparade schaffte.

Besondere Aufmerksamkeit erregte ihr Auftritt vor 40 000 Besuchern und 9,4 Millionen Fernsehzuschauern bei der Eröffnung der Commonwealth Games 2014. 2017 wurde sie als bisher jüngste Musikerin mit der Queen’s Medal for Music ausgezeichnet. In Anerkennung ihrer internationalen Karriere und ihres Engagements für wohltätige Projekte in Grossbritannien, wurde sie 2013 Mitglied des Most Excellent Order of the British Empire. Bis heute erhielt sie acht weitere Ehrentitel. Nicola Benedetti spielt die «Gariel»-Stradivari (1717), die freundlicherweise von Jonathan Moulds als Leihgabe zur Verfügung gestellt wurde.