Johannes Brahms (1833 – 1897)
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 83

Johannes Brahms
Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98

Mit einem dreiteiligen Brahms-Projekt setzt das Luzerner Sinfonieorchester in dieser Saison einen programmatischen Schwerpunkt. Den Anfang macht Elisabeth Leonskaja, die verehrte Grande Dame der russischen Klavierschule, mit dem zweiten Klavierkonzert von Brahms. Als «Konzertchen mit einem kleinen Scherzo» kündigte Brahms das neue Werk schelmisch an – denn genau das Gegenteil traf zu: Es war nicht nur das bislang umfangreichste Klavierkonzert, sondern zudem ein ungewohnt kapitaler Brocken – hoch virtuos und hoch romantisch, herzerwärmend innig und leidenschaftlich vital. Die vierte Sinfonie indes, eines der ergreifendsten Werke innerhalb der romantischen Sinfonik, schlägt andere Töne an. Auflehnung und Resignation werden hier spürbar, Enttäuschung wohl auch und schliesslich ein fast trotziges sich Dareinfinden. «Frei, aber einsam» hiess Brahms’ Lebensdevise. Gegen den Schluss dürfte die Erfahrung von Einsamkeit überwogen haben. Vielleicht holte er sich deshalb im Finalsatz der Vierten mit einer Anleihe beim grossen Johann Sebastian Bach – bei der Kantate «Nach Dir, Herr, verlanget mich» – Unterstützung und Trost.

Preise
Category 1 – CHF 120
Category 2 – CHF 95
Category 3 – CHF 70
Category 4 – CHF 50
Category 5 – CHF 25
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